Gründung 1899

unter der Firmenbezeichnung Geck & Co
Herausgabe der Zeitung "Der Volksfreund"

Eugen Geck, * 15.10.1869 Offenburg, † 7.3.1931 Karlsruhe. Als gelernter Kaufmann war Geck von 1899 bis 1902 als Geschäftsführer und Verleger der in Karlsruhe erscheinenden sozialdemokratischen Zeitung Volksfreund tätig. Von 1905 bis 1908 gehörte er der Stadtverordnetenversammlung an. Sein Engagement setzte er nach 1908 als Stadtrat fort. 1919 wurde er Vorsitzender des Kreis- und Ortsverbandes der SPD Karlsruhe. Beide Ämter bekleidete er bis zu seinem Tode. Von 1919 bis 1921 war Geck zudem Mitglied des Landtages und wirkte in dieser Funktion bei der Ausarbeitung der badischen Gemeindeordnung mit.

April 1904

Buchdruckerei & Verlag des Volksfreund Geck & Co. Karlsruhe.

September 1925

Übernahme der sich bis dahin in Privatbesitz befindenden Druckerei durch den SPD-Landesvorstand Baden und Konzentration AG, Sozialdemokratische Druckerei & Verlagsbetriebe, Berlin, Firmenbezeichnung "Verlagsdruckerei Volksfreund GmbH" Herausgabe der Zeitung "Der Volksfreund".

März 1933

Verbot der Zeitung, die Aufsichtsratmitglieder wurden inhaftiert, Enteignung.

ab Mai 1945

Nach der Besetzung durch die Franzosen wurde die Druckerei von der Militärregierung beschlagnahmt, ein Treuhänder eingesetzt und dem Amt für Vermögenskontrolle unterstellt.

September 1947

Rückgabe des Eigentums und Neugründung unter der Firmenbezeichnung "Karlsruher Verlagsdruckerei". Herausgabe der Tageszeitung "AZ-Allgemeine Zeitung", Geschäftsführer Alfred Nau.

Alfred Nau, * 21.11.1906, † 18.5.1983 Versicherungskaufmann, Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, 1928 Volontär beim Parteivorstand, danach bis 1933 Angestellter beim SPD-Parteivorstand in Berlin, zuständig für die Kasse, nach 1933 Mitglied des zentralen illegalen Ausschusses, zweimal verhaftet, 14 Monate inhaftiert, zwischenzeitlich als Versicherungskaufmann tätig, 1942-1945 Wehrdienst. 1945 Mitarbeiter im Büro Kurt Schumacher in Hannover; 1946-1975 Mitglied des SPD-Parteivorstands und Schatzmeister der SPD, 1958-1975 Mitglied des Präsidiums; 1947 maßgebliche Beteiligung an der Wiedergründung der 1933 verbotenen Friedrich-Ebert-Stiftung und 1970-1983 Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Verleger des Neuen Vorwärts (seit 1955: Vorwärts); 1946-1971 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Konzentration GmbH, Beiratsmitglied der Bank für Gemeinwirtschaft und der Neuen Heimat; 1983 Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale.

August 1966

Einstellung der Tageszeitung "AZ-Allgemeine Zeitung"

November 1967

Umzug aus der Innenstadt in das neue Betriebsgebäude am Ostring 6

Juni 1970

Umbenennung in: "Druckhaus Karlsruhe GmbH"

Juli 1999

"Druck + Verlagsgesellschaft Südwest mbH"

Juli 2003

Übernahme der Geschäftsanteile durch Rolf Haase

Januar 2004

Herausgabe der Bürgerzeitschrift für Karlsruhe mit einer Auflage von über 100.000 Exemplaren

2005

Pluscomm, als Marke für Unternehmenskommunikation am Markt eingeführt

2009

Neues Tätigkeitsfeld im Bildungsbereich: Vorschulerziehung im Kindergarten mit der Marke "Vorschulbande"

2010

Start des Internetportals BzKonline

2011

"Theater Aktuell", das Magazin rund um die Bühnen von Karlsruhe und der  Region

2014

"Blickpunkt." Start des Magazins für die Generation in den besten Jahren.