Die Moschus-Malve (Malva moschata)

Die Erfordernisse infolge des Klimawandels, aber auch die Wünsche unserer Naturschützer, können hier erfüllt werden. Als einjährige und heimische Pflanze kann sie je nach Größe (sortenbedingt) auch in der Nähe des Gemüsegartens oder in die Gemüse-Mischkultur integriert werden – je nach Sorte ist sie also mit 20-125 cm Höhe und bis 50 cm Breite recht variabel zu verwenden. Unbeliebt bei den Schnecken, bietet sie allen Blütenbesuchern von Juni bis September reichlich Nahrung und wer noch etwas für die Blütenküche benötigt, ihre Blüten sind essbar. An den Früchten saugen gerne Feuerwanzen, aber keine Angst – dieser Lästling kann hin und wieder nebenbei zu einem interessanten Nützling werden insbesondere wenn Kartoffelkäferlarven  seine Wege kreuzen. Die Moschus-Malve kann nährstoffreich und nährstoffarm, Trockenheit verträgt sie gut und auch sonnig muss es nicht immer sein. Hätten Sie etwas mehr Schatten im Garten wäre auch die Wilde Malve (Malva Sylvestris) mit ihren Sorten eine wertvolle Bereicherung. Als einjährige ist die Moschus-Malve kurzlebig, die sich leider oder glücklicherweise selbst aussät. Naturnahe Gärtner*Innen lassen wie beim Heranwachsen des Borretsch’s Exemplare, die nicht stören, stehen und entfernen jene, die bald zu viel Platz beanspruchen. Ein Tipp für Schmetterlingsliebhaber: Der Malven-Dickkopffalter kann ein interessanter Gast sein: in einer zusammengesponnenen Blatttasche entwickelt sich eine Raupe zum späteren Falter.                             

Jörg Gensicke      
Quelle: Superpflanzen, 
Elke Schwarzer, Ulmer-Verlag