Bei einigen Pflanzen- und Tierarten zeigt sich bereits deutlich, wer Verlierer oder Gewinner des Klimawandels ist, d. h. stirbt oder gut mit den neuen Bedingungen zurechtkommt. Die Vegetation ändert sich allmählich. Zahlreiche Pflanzen sind an die sich veränderten Bedingungen nicht mehr angepasst und sterben ab. So gibt es vielleicht in einigen Jahren in Deutschland keine Rotfichten mehr, die einst das Bild vieler Wälder prägten. Andere Gehölze wie Eichen und Ahorn-Arten vertragen Trockenphasen deutlich besser. Tierarten aus dem Süden Europas wandern ein und profitieren erheblich von den milderen Wintern.
Umdenken im Garten – ein Beispiel
So genannte Kraterbeete sind noch ein seltener Anblick in unseren Gärten – doch langsam werden die Vorteile dieser Art Anbau entdeckt. Sie speichern nicht nur Wärme und Feuchtigkeit, sie schützen vor allem äußerst empfindliche Pflanzen vor Winden. Kraterbeete bringen vor allem für den Gemüseanbau im Garten viele Vorteile. Frostempfindliche Pflanzen finden hier eine Nische. Zusätzlich können Kraterbeete, ähnlich wie ein Frühbeetkasten, im zeitigen Frühjahr abdeckt und somit vor Frost geschützt werden. Durch die Schüsselform herrschen im Inneren des Beetes höhere Temperaturen. Andererseits ist bei extremer Hitze durch die Verdunstung des hier gesammelten Wassers die Temperatur etwas niedriger. Ein Kraterbeet kann in mehrere Zonen eingeteilt werden. Durch diese verschiedenen Zonen wird das Kraterbeet den unterschiedlichen Ansprüchen der verschiedenen Pflanzen gerecht.
Ch. Puschner