Gartenfreunde feiern ihr 75-jähriges Jubiläum

Mitglieder, nahestehende Vereine, Verbände sowie Gäste und Ehrengäste ehren diesen Tag. Bei bestem Wetter beglückwünschte Bürgermeister Benjamin Schmid unter dem Eindruck reifender Gartenfrüchte und reichem Blütenflor die Vereinsmitglieder zu diesem „herrlichen grünen lebenswerten Ort“, auch einem Aushängeschild für Nebringen. Dagmar Rost, die Vertreterin des Landesverbandes und Robert Fritsch vom Bezirksverband der Gartenfreunde sprachen über die Bedeutung des Kleingartenwesens, deren soziale Funktion, dem Angebot für geringen Pachtzins gesundes Obst und Gemüse anzubauen und durch naturnahes Wirtschaften Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen, insbesondere die Artenvielfalt zu fördern.        

Ein langer Weg liegt hinter dem Verein und manches braucht seine Zeit, Dinge zu bewältigen. Momentan praktizieren die Gartenfreunde Nebringen auf zwei Gartenanlagen: Die Anfänge begannen mit der Anlage Röte bis dann 1987 die Anlage Zinsgraben ins Leben gerufen wurde. Nun steht letztere in der Phase der Erweiterung, bis dann alle Mitglieder von der Röte in den Zinsgraben umsiedeln können – die Röteanlage wird Ende 2026 wegen zu erwartender Umnutzung als Gewerbefläche aufgegeben. Zurückliegend besonders tragisch war, dass 2018 das funktionell großartige Vereinsheim mit großem überdachten Sitzbereich in Flammen aufging; leider wurden die daran beteiligten Brandstifter nie gefasst. – Der Wiederaufbau, mitfinanziert über zahlreiche gelungene öffentlichkeitswirksame Vereinsaktivitäten, war „Tiefpunkt und Glanzzeit des Vereinslebens“, so der 1. Vorsitzende Karl-Friedrich Dessecker: „Es hat uns einen Schub gegeben, der Zusammenhalt war sehr tief, jeder war betroffen“. Bald danach begann dann auch die Corona­zeit, in der gerade junge Familien nach einer Gartenparzelle fragten, um diesen trüben Lebensabschnitt besser bewältigen zu können. Nach dieser Zeit ebbte dieses besondere Interesse aber wieder ab.     

In diesen Tagen zählen die Nebringer Gartenfreunde 50 aktive Mitglieder und 25 Förder-Mitglieder. Es bestehen gute Kontakte zu den Imkern und den Kleintierzüchtern. Alte und neue Ideen kursieren in den verantwortlichen Köpfen, die Verbundenheit der Mitglieder untereinander zu pflegen und neue natur- und garteninteressierte Mitmenschen als Mitglieder zu gewinnen – ein guter Weg in die Zukunft.     

Der Vorstand