Um ständig frische Erbsen ernten zu können, ist es empfehlenswert, Mark- und Zuckererbsen bis Mitte Juli alle 14 Tage als Folgesaat auszusäen. Das Keimen beschleunigt sich durch ein Einweichen der Erbsen über Nacht in Wasser, bevor sie ausgesät werden. Die Samen werden in Reihen mindes-tens fünf Zentimeter tief ausgelegt, da Vögel sie sonst gerne ausscharren. In gefährdeten Lagen, wo erfahrungsgemäß Tauben oder andere Vögel selbst die Keimlinge noch herauspicken, hat es sich bewährt, die Reihen mit Reisig oder Maschendraht abzudecken, bis sich die Jungpflanzen gut entwickelt haben. Je nach Sorte wachsen die Pflanzen schnell heran; die Höhe schwankt zwischen einem halben bis zu anderthalb Metern. Damit die Erbsenpflanzen nicht zu Boden wehen, ist ein fester Halt erforderlich. Auch wenn bei niedrigen Sorten eine Stütze als nicht notwendig angesehen wird, ist sie doch zu empfehlen, da die Pflanzen bei Wind leicht umknicken. Als altbewährter Halt hat sich Reisig erwiesen, der zeitig, wenn die Erbsen aus dem Boden wachsen, in die Erde gesteckt wird und mindestens so hoch ist, wie die Pflanzen wachsen sollen. Benutzt man Maschendraht als Rankhilfe, so wird dieser vor der Aussaat gezogen. Sind die Pflänzchen eine Handbreit hoch, häufelt man sie an. Bei Trockenheit ist ab Blütenbildung für genügend Feuchtigkeit zu sorgen, da dies die Voraussetzung für ertragreiche Hülsen und Erbsen ist.
N&G, Peter Busch