Im Moment gibt es etwa 1.800 Pflanzen, die wir essen können, die in Gefahr sind! Sie stehen auf einer besonderen Liste, der „Roten Liste“. Das bedeutet: Es gibt sie immer seltener, und wir müssen gut auf sie aufpassen. Manche Menschen und Firmen kümmern sich darum, diese alten Pflanzen wieder anzubauen. So bleiben sie für unsere Gärten und unser Essen erhalten. Diese Pflanzen sind nämlich ein Teil unserer Geschichte. Viele dieser alten Sorten gibt es schon seit sehr, sehr langer Zeit. Oft wachsen sie nur in bestimmten Regionen. Leider sind viele von ihnen verschwunden, weil heute meistens neue Pflanzen angebaut werden. Ein Beispiel ist die Alblinse. Das ist eine besondere Linsensorte, die früher auf der Schwäbischen Alb gewachsen ist. Heute kann man sie wieder kaufen. Wenn man solche alten Sorten kauft, hilft man dabei, die Natur zu schützen. Außerdem unterstützt man die Bauern vor Ort und bewahrt ein Stück Geschichte.
Warum ist es wichtig, viele verschiedene Pflanzensorten zu haben?
• Genug Essen für alle: Wenn wir viele verschiedene Pflanzen haben, ist es leichter, genug Essen anzubauen. Wenn eine Pflanze krank wird oder schlecht wächst, gibt es noch andere, die gut wachsen.
• Gut für die Zukunft: Manche alten Pflanzen kommen besser mit Hitze, Trockenheit oder neuen Schädlingen klar. Das kann uns in der Zukunft sehr helfen.
• Schmeckt besser und sieht schöner aus: Alte Sorten gibt es oft in vielen Farben, Formen und Geschmäckern. Sie sind spannender als viele Pflanzen aus dem Supermarkt.
• Wichtig für neue Pflanzen: Alte Sorten helfen dabei, neue, starke Pflanzen zu züchten, die besonders gut wachsen können.