Bäche und Flüsse – Lebensraum für viele Tiere!

Teiche als stehende Gewässer sind häufig in unseren Gärten als gestalterische Elemente zu finden. Sie stellen einen wichtigen Lebensraum für ganz unterschiedliche Pflanzen-, Tier- und Mikroorganismen bereit. Bäche und Flüsse bieten hingegen einen Lebensraum, der sich durch die Eigenschaft des fließenden Wassers deutlich unterscheidet. Auc Auch hier können wir eine große Artenvielfalt antreffen – die vorkommenden Tiere besiedeln hier ganz unterschiedliche Nischen und sind durch ihre Größe, ihre Formen und ihre Strategien entsprechend angepasst. Vor allem die Larvenstadien vieler einheimischer Insekten wie Libellen, Mücken oder Eintagsfliegen leben und entwickeln sich hier. Erst nach einem langen Jugendstadium entwickeln sie sich zum erwachsenen Tier,  welches oft nur wenige Tage oder Wochen lebt und oft nach der Fortpflanzung stirbt.  Zu den weiteren typischen Bewohnern gehören beispielsweise Wasserkäfer, Wasserflöhe, Krebse, Schnecken, Muscheln und Egel.  Ein Großteil der Tiere lebt verborgen am Grund des Fließgewässers – zwischen oder unter Steinen oder direkt im Untergrund (Sediment). Hier werden sie nicht so schnell vom Wasser weggespült, finden ihre Nahrung und finden Schutz vor Räubern. Lediglich Fische halten sich direkt im strömenden Wasser auf.  Tiere sind in Körperbau und Verhalten an ihren Lebensraum angepasst Die Strömung durch das fließende Wasser ist der wichtigste Umweltfaktor in einem Fließgewässer, welcher auf die Lebewesen einwirkt. Dadurch ergibt sich die Gefahr, weggespült zu werden. Daher müssen die dort lebenden Tiere ganz unterschiedliche Anpassungen besitzen, um dieser Gefahr zu begegnen. Die Kraft, die die Strömung auf die Tiere ausübt, wird von der Form und der Größe der Lebewesen entscheidend bestimmt. Durch einen abgeflachten Körper wird die Angriffsfläche des strömenden Wassers deutlich verringert. Gleichzeitig ermöglicht ihnen ihre Körperform, sich in Spalten und unter Steinen aufzuhalten.   So genannte Anhefter sind Tiere, die sich mit Saugnäpfen oder mit einem Saugfuß am Untergrund festsaugen. Klammerer hingegen besitzen Beinkrallen, mit denen sie sich an Steinen und an Wasserpflanzen festhalten. Beschwerer bauen Behausungen aus Sandkörnern, Steinen oder Pflanzenmaterial, in denen sie leben. Mit dem vorbeiströmenden Wasser werden ständig frischer Sauerstoff und kleinste organische Bestandteile, die als Nahrung dienen, angeschwemmt.

Christian Puschner


Jetzt bist Du dran: Nenne drei Lebewesen aus dem Text, die in Bächen und Flußläufen leben.