Fuchsien als Kübelpflanzen

Die Kübelpflanzensaison fängt im März an. Dann muss man wissen, welche Pflanzen dafür in Frage kommen und sich mit Auswahl, Pflege, weiteren Umständen befassen. Eins vorweg: Fuchsien eignen sich grundsätzlich als Kübelpflanzen, jedoch nicht alle gleich gut.
Von Hybriden, wie man sie allgemein kennt, kommen am ehesten starkwüchsige, robuste Sorten in Frage. Diese sind allerdings außerdem auf ein möglichst helles und kühles Winterquartier angewiesen. Wie hilft man sich, wenn ein solches nicht verfügbar ist?
Zuerst ist Fuchsia magellanica ‘Riccartonii‘ dran. Sie hilft Balkon, Terrasse, Dachgarten, Gartenhof blütenreich zu schmücken. ‘Riccartonii‘ ermöglicht Kübelkultur, weil sie winterhart ist, bis minus 17 Grad. Da können Fuchsienliebhaber ohne geeigneten Überwinterungsraum, weil nicht vorhanden oder zu warm oder anderweitig vergeben, mit Fuchsien in Kübeln punkten. Sie überwintern eine solche Fuchsie einfach im Garten am eigenen Haus oder im angemieteten Kleingarten oder sonst an einem geschützten Platz. Die Fuchsie wird im Herbst zurückgeschnitten auf etwa 20 cm ähnlich Stauden, mit Kübel in die Erde gesenkt und vor Beginn der Winterfröste mit Schutz versehen, zunächst mit betont humoser Erde locker gedeckt. Darüber kommt mit Herbstlaub vermischter Häckselschnitt. Zuletzt folgen einige Zweige vom ausrangierten Weihnachtsbaum oder Ähnlichem. Sobald keine starken Fröste mehr drohen, entfernt man nach und nach den Schutz, bis man auch den Kübel aus der Erde nimmt. Der Zustand der Pflanze bestimmt, ob ein Umsetzen in frisches Substrat ratsam ist oder für das gegenwärtige Jahr nicht nötig. Auf jeden Fall muss von nun an für ausreichend Nährstoffe und Wasser gesorgt werden, damit viele Blätter und Blüten entstehen. Man nennt diese patente Fuchsie auch Scharlachfuchsie oder Strauchfuchsie. Sie bildet rot-violette schlanke Röhrenblüten von Juli bis Oktober, in günstigem Herbst sogar bis zum ersten Frost, bei guter Pflege erfreulich üppig. Eine zweite Fuchsienart ist zwar nicht winterfest, aber insgesamt recht umgänglich, die Korallenfuchsie Fuchsia triphylla. Rote, sehr schlanke, röhrige Blüten schmücken die Pflanze. Wann sie im Frühjahr zu blühen anfängt, hängt davon ab, wann man sie aus dem Winterquartier holt. Dies soll 7-10 Grad kühl und möglichst hell sein. Bevor die Pflanze es im Herbst bezieht, wird sie etwas zurückgeschnitten und im Frühjahr dieser Schnitt, wenn nötig, korrigiert. Jüngere Exemplare topft man im Frühjahr jährlich um, ältere nur alle paar Jahre. Nicht umgesetzte müssen ab beginnendem Neutrieb gut mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. Man achte darauf, dass genug, aber nicht zu viel gegossen wird, das Gießwasser eher weich als sehr hart ist und nie stauende Nässe entsteht. Korallenfuchsie wird 100 – 150 cm hoch, blüht sehr üppig rot-violett schon ab Mai, bildet rote, essbare Früchte.

Ilse Jaehner