Geranien, richtiger Pelargonien, sind von Natur aus mehrjährige Gewächse und können ohne weiteres länger leben als nur ein Jahr. Zur Überwinterung eignet sich ein heller, luftiger, 6-8 Grad kühler Raum. Die Pflanzen bleiben in den Gefäßen. Man schneidet nur die noch weichen Triebspitzen weg. Nach einmaligem, gründlichem Gießen spart man mit Wasser, denn in dieser Ruhezeit brauchen die Pflanzen wenig davon. Wieviel es genau sein muss, hängt von der Raumtemperatur ab. Jedenfalls darf das Substrat nicht völlig austrocknen. Andererseits faulen nach zu reichlichem Gießen Triebe und Blätter. Der Rückschnitt der Triebe erfolgt erst, wenn die Geranien im Nachwinter zu treiben beginnen, und zwar ziemlich rigoros, so dass von den vorjährigen Trieben nur 5–6 Zentimeter bleiben.
Unter Umständen kommen die Pflanzen im Winter sogar ganz ohne Wasser aus. Man nimmt sie dazu aus den Gefäßen, schüttelt die Erde von den Wurzeln und steckt sie bis zum Triebansatz in Folienbeutel, damit sie nicht zu sehr austrocknen. Dann hängt man die so präparierten Geranien in einem hellen, kühlen, nicht zu trockenen Keller oder frostfreien Schuppen kopfüber auf. Bei den ersten Anzeichen von Austrieb werden erst jetzt die Triebe stark zurückschnitten und die Pflanzen in gute Blumenerde getopft.
Ilse Jaehner