Roter Sonnenhut Echinacea purpurea
Echinacea (altgriechisch „echinos“) bedeutet übersetzt „Igel“. So erklärt sich auch die Namensgebung „Roter Igelkopf“. Sie bezieht sich auf die braunrote, igelähnliche Blütenmitte, von der die Zungenblüten abstehen oder leicht herunterhängen.
Diese anspruchslose Pflanze ist eine der weltweit bekanntesten Arzneipflanzen zur Kräftigung des Immunsystems. Heimisch ist die Staude in Nordamerika, dort wo sie in lichten Wäldern wild vorkommt.
Der Pflanze werden zahlreiche Heileigenschaften nachgesagt. Bereits die Indianer Nordamerikas setzten sie bei Husten und Atemwegsbeschwerden ein. Zahnschmerzen wurden damit gelindert und zur Wundheilung verrührte man die Blätter zu einem Mus, das man auf die Wunde auftrug.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Pflanze in Europa eingeführt und als blutreinigendes Getränk erfolgreich verkauft.
Echinacea purpurea hat eine stärkende Wirkung auf unser Immunsystem, weil sie zur Vermehrung der weißen Blutzellen anregt, welche sich auf die Abwehr von Krankheitserregern spezialisiert haben. Diese Wirkung entfaltet sich am besten, wenn das Präparat schon beim ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen wird. Dazu nimmt man zwei Wochen lang die Tropfen nach Anweisung ein, legt eine 14-tägige Pause ein und wiederholt dann die Einnahme. Fertige Tinkturen führen alle Apotheken.
Für einen immunsteigernden Tee überbrüht man 1 Teelöffel Echinacea-Kraut (aus der Apotheke) mit 200 ml kochendem Wasser, lässt es 10 Minuten abgedeckt ziehen und seiht den Aufguss anschließend ab.
Echinacea Honig ist besonders für Kinder geeignet. Der Honig zieht die immunstärkenden Inhaltsstoffe heraus. Man befüllt ein Schraubglasgefäß zu zwei Dritteln mit Kraut (aus der Apotheke) und übergießt es mit Honig. 4-6 Wochen soll das Glas an einem dunklen Ort stehen. Nach dem Absieben kühl aufbewahren, dann ist er mindestens 1 Jahr haltbar. Kinder können 3x täglich einen halben Teelöffel einnehmen und Erwachsene 3x täglich einen ganzen Teelöffel. Auch zum Süßen von Tee ist der Echinacea Honig sehr gut geeignet.
Zusammenfassung
Salbei Salvia officinalis
Die Bezeichnung Salvus bedeutet im Lateinischen so viel wie gesund und heil. Ursprünglich wuchs der echte Salbei nur auf der Balkanhalbinsel Dalmatien. Inzwischen ist er im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und wird auch abseits davon kultiviert.
Salbei war bereits im Altertum bekannt. Mönche brachten die Pflanzen im Mittelalter über die Alpen. Sie wussten schon die heilende Wirkung der Pflanze zu schätzen. Das Brauchtum berichtet von einer anregenden Wirkung des Duftes.
Medizinisch genutzt werden getrocknete Salbeiblätter. Sie enthalten ätherisches Öl, Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe. Beim Zerreiben der Blätter wird der charakteristische, wohltuende Geruch freigesetzt.
Salbei enthält beachtliche Inhaltsstoffe, die antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Er ist schon lange bekannt als pflanzliches Magen-Darm-Mittel. Linderung verschafft er bei Symptomen wie Völlegefühl, Sodbrennen, Blähungen und leichten Krämpfen. Dafür sind vor allem seine Bitterstoffe verantwortlich. Der Körper bildet vermehrt Säfte und Enzyme, die Nahrung wird optimal zerlegt, die Beschwerden werden gelindert.
Salbei wirkt ferner vermehrter Schweißsekretion entgegen, besonders bei übermäßigem Schwitzen in den Wechseljahren.
Er ist sehr hilfreich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Bereits im Anfangsstadium von Schluckbeschwerden oder Halsschmerzen empfiehlt man das Gurgeln mit einem Salbeisud.
Als Tee getrunken ist Salbei ein beliebtes Hausmittel. Seine schleimlösende, keimabtötende Wirkung lässt Heiserkeit und Husten schneller abklingen. Er beruhigt die Stimmbänder. Salbeitee ist ein beliebtes Getränk bei Menschen, die viel reden oder singen müssen. Gerne wird der Tee auch bei Stress, Anspannung und nervösen Zuständen eingesetzt. Mal abgesehen von medizinischen Einsätzen: Salbei ist auch ein sehr beliebtes Küchengewürz.
Antonia Rose