„So viele Fachleute es gibt, so viele verschiedene Ansichten zum richtigen Baumschnitt!“ So die Einleitung von Fachwart Andreas Bartz vom Obst- und Gartenbauverein Nehren e. V.
Trotz der nicht einfachen Materie waren der rote Faden und die wichtigsten Erkenntnisse sehr einprägsam. „D´Kapp muss mer durchschmeiße kenne, Luft nei, Sonne nei!“ oder „Stombe stande lasse, gibt Bäse – die welle mer net!“ und zahlreiche andere hilfreiche, bildstarke Tipps, die hängenbleiben, erfuhren wir an diesem Samstagvormittag.
Wir wurden informiert über unterschiedliche Schnittmethoden, geeignete Werkzeuge, unterschiedliche Zeitpunkte für´s Schneiden einzelner Gehölze bis hin zu geeigneten Schädlingsbekämpfungsmitteln und vieles mehr.
Nach einem leckeren Frühstück im Vereinsheim mit einer kurzen theoretischen Einführung ging´s durch die Anlage und wir konnten an zahlreichen Beispielen beobachten, worauf es ankam. Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, dann eine Weile gar kein Schnitt…
Leittriebe um 1/3 zurückschneiden; Wasserschösslinge müssen nicht alle entfernt werden; kein Wundverschluss mehr – wie man früher gelernt hatte; je mehr man schneidet, desto mehr wächst der Baum danach wieder; Äste, die nach unten wachsen, kommen nicht mehr hoch…
Irgendwann ist das Hirn nicht mehr aufnahmefähig… Insgesamt ein sehr gelungener informativer Kurs, der Mut gemacht hat, die Bäumchen und Sträucher der Anlage liebevoll beim Wachsen zu begleiten!