Sommer 2025 im BKD-Bundeszentrum! Kleingarten-Laube neu gedacht

Die Anforderungen an die Kleingartenlaube haben sich verändert, aus gutem Grund: Die ökologische Krise – Klimawandel und Artensterben – erfordert eine andere Art von Gartenlaube.

Die neue Laube muss praktische und rechtliche Anforderungen erfüllen, soll standfest, kostengünstig, naturfreundlich und individuell gestaltbar sein, Biodiversität fördern – und ästhetisch ansprechend soll sie sein! So die Aufgabenstellung, als der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands, die Fachhochschule Potsdam und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde im April 2024 das Projekt „Kleingartenlaube neu gedacht“ gestartet haben.  Im Rahmen eines Entwurfsseminars entstanden vier Laubenkonzepte in interdisziplinärer Gruppenarbeit, die auf umfassenden Recherchen zu Nachhaltigkeit und Produktion sowie auf qualitativen Interviews mit Kleingärtnern und Kleingärtnerinnen basieren. Nach Bewertung durch ein Fachgremium fusionierten die besten Designansätze im finalen Entwurf: „NARA – NAturRAum und Gartenhaus!“. In der Fertigung und Umsetzung des Prototyps unterstützte der Holzbauingenieur Philipp Baier, die Holzkonstruktion wurde von Schmidt & Thürmer gefertigt und teilgesponsert, sowie in den Werkstätten der HNEE bis ins Detail konfektioniert. Entstanden ist ein Prototyp, der in der Produktion einfach und zügig umsetzbar ist und auch von den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern selbst aufgebaut werden kann. Alle Elemente sind austauschbar und reparierbar. Außerdem ist die Laube in der Größe und auch im Verhältnis von Freisitz und Innenbereich anpassbar. Wichtig auch: im Preis bleibt sie erschwinglich und das bei gleichzeitigem Augenmerk auf Robustheit, Langlebigkeit und umweltfreundliche Materialverwendung. Auch eine spätere Serienproduktion und optimierte Lieferlogistik sind bei der Erstellung berücksichtigt worden. Nun steht die Phase der Evaluation an, um das Konzept weiterzuentwickeln und perspektivisch zur Marktreife zu bringen. Es bleibt also spannend!

Seit der Berlin Design Week und noch bis Ende August 2025 ist der 1:1 Prototyp von NARA im Außengelände des Bundeszentrums zu sehen. Die begleitende Sonderausstellung zeigt den Entwicklungsprozess von der Recherche über die Ausgangsentwürfe bis hin zum realisierten Prototyp. Sie ergänzt die BKD-Dauerausstellung „Stadt I Natur I Mensch – Kleine Gärten, große Wirkung“. 

Eva Foos, Bundesverband der Kleingartenvereine e. V.

Splitter

Neues Citizen-Science-Projekt startet in Deutschlands Gärten!

Vom Kleingarten bis zum Balkonkasten: Mit dem Start des bundesweiten Bürgerwissenschaftsprojekts GartenDiv wird erstmals systematisch untersucht, welche Pflanzen in deutschen Gärten wachsen und was das für Biodiversität und Artenschutz bedeutet. Das Projekt lädt alle Kleingärtnerinnen und Kleingärtner zum Mitforschen ein. Die Beteiligung ist einfach und die wissenschaftliche Relevanz enorm. Unsere Gärten können eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Artensterben spielen! Das Projekt wird gemeinsam vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), dem Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen und dem Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands (BKD) realisiert.

Seien Sie dabei! www.floraincognita.de/gartendiv/