Sucht man nach dem Ursprung der heutigen Gartenbohne, dann findet man ihn bei den mittelamerikanischen Hochkulturen, den Azteken, Mayas und Inkas. Einige Jahrhunderte vor Christi Geburt wurden sie dort schon mit künstlicher Bewässerung angebaut und galten als wichtigste Nahrungspflanze der Indios.
Diese Gartenbohne kam im 16. Jahrhundert durch den spanischen Eroberer Hernán Cortés nach Europa. Hier kannte man damals schon zwei Bohnenarten. Zum einen die dicke „Puff- oder Saubohne“. Daneben existierte die aus Afrika stammende Bohnenart „Fisole“. Heute wird dieser Begriff zur Abgrenzung von grünen Bohnen zu den Körnerbohnen verwendet. Unsere grüne Buschbohne, genannt Prinzessbohne (Phaseolus vulgaris), verbreitete sich schnell. Sie war nicht so wärmebedürftig und ertragreicher als die Fisolen-Bohne, die im Süden Europas als Trockenbohne in vielfältiger Form verzehrt wird. Allgemein gilt, dass man Bohnenpflanzen gezielt auf Ackerböden pflanzt, um Nährstoffe zuzuführen. Bohnen können nämlich durch Symbiose mit Mikroorganismen Stickstoff aus der Luft fixieren und ersetzen damit in vielen Fällen den Kunstdünger.
Gesunde Bohnen
Mit knapp 30 kcal pro 100 g sind grüne Bohnen kalorienarm und nahezu fett- und cholesterinfrei. Sie sind nicht nur besonders eiweißreich, sie bieten auch eine Vielzahl an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Erwähnenswert sind vor allem Kalium, Magnesium, Zink sowie Vitamin C und die wichtigen B-Vitamine. Schone eine Portion Bohnen deckt den Tagesbedarf an Vitamin B9 (Folsäure). Der hohe Kaliumanteil reguliert den Flüssigkeitshaushalt. Kalzium ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau der Knochen und Zähne. Magnesium dient der Versorgung von Muskeln und Nerven. Auch dieses grüne Gemüse enthält viel Eisen, das der Körper für den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen benötigt. Vitamin C und Zink, die ebenfalls reichlich enthalten sind, fördern die Wundheilung und stärken das Immunsystem.
Superfood Bohnen
An der berühmten Harvard School of Public Health in den Vereinigten Staaten wurde festgestellt, dass Frauen, die zweimal pro Woche Bohnen aßen, ihr Brustkrebsrisiko um 24% senkten, und insgesamt seltener an Herzkrankheiten, Diabetes Typ 2 und hohem Blutdruck erkrankten.
Vorsicht
Neben dem Guten enthalten Bohnen aber auch Stoffe, die für das Wohlbefinden schädlich sein können: So enthalten sie Purine, die unser Körper erst in Harnsäure umwandeln muss. Daher sollten Gichtpatienten bei Bohnengerichten vorsichtig sein. Einige Pflanzen enthalten natürliche Gifte. Damit schützen sie sich selbst vor Schädlingen und Fraßfeinden. Leider steckt auch in der Bohne, wie in anderen Hülsenfrüchten, der Giftstoff Phasin. Roh verzehrt löst er Bauchschmerzen, Fieber und Krämpfe aus.
Wichtig: Bohnen müssen daher lang genug gekocht werden, damit das Phasin zerstört und ausgeschwemmt wird. Das Einweichwasser ist unbedingt wegzugießen.
Die Vorzüge der Bohnen kurz zusammen gefasst:
Antonia Rose