Vom 22. Tag an ist die Sommer-Honigbiene in ihrem letzten Lebensabschnitt (35. bis 42. Tag) als Sammelbiene unterwegs. Sie fliegt Nektar und Honigquellen an, besucht dazu unzählige Blüten und legt dabei Strecken bis zu 5 km zurück. Je nach Pflanzenart werden unterschiedliche Mengen und Qualitäten an Nektar und Pollen angeboten. Der begrenzt aufgenommene Nektar wird im Honigmagen transportiert, der Pollen in den „Pollenhöschen“. Durch die begrenzte Blühdauer sowie der Sammlerkonkurrenz ist der Nektar- und Pollenvorrat der Blüte bald erschöpft. Der Pollen dient größtenteils der Aufzucht der Larven, der Nektar wird weiterverarbeitet zu Honig und dient als Energiefutter für schlechte Zeiten und zur Überwinterung. Die Bienen müssen sehr oft fliegen, um reichlich für die Versorgung heranzuschaffen. Dabei erwarten sie viele Gefahren unterwegs wie Wetterkapriolen oder Fressfeinde (z.B. Vögel, Hornissen, …)
Langwieriger Prozess der Honigbildung
Bienen sind emsige Sammler. Auf der ständigen Suche nach nektarreichen Blüten unterstützten sie ihre ausgeprägten Geruchs- und Sehsinne. Auf einer Blüte gelandet, nehmen sie den angebotenen Nektar über einen ausgestreckten Leckrüssel auf. Dieser wird im Honigmagen zwischengelagert und in den Bienenstock transportiert.
Dort wird der mit ersten Enzymen vermischte Nektar aus dem Honigmagen „emporgewürgt“ und einer wartenden Arbeiterin übergeben, die den Vorgang bis 40-mal wiederholt. So erfolgt über Zugabe verschiedener Enzyme eine Umwandlung komplexer Zucker in einfachere Zucker. Im Anschluss verteilen Arbeiterinnen den noch frischen Honig in die Wabenzellen, erzeugen mit ihren Flügeln einen Luftstrom, um den Wassergehalt durch erhöhte Verdunstung zu verringern – dadurch bekommt der Honig eine zähflüssige Konsistenz und eine „lange“ Haltbarkeit. Ist der Trocknungsprozess abgeschlossen, versiegeln die Bienen die Zellen mit einem Wachsdeckel. Während dieser Zeit erfährt der Honig eine stetige Reifung.
Jetzt bist du dran!
Blumendosen basteln
Was brauchst Du dazu?
6 große Blechdosen oder kleine Plastikeimer (maximal 5 l), Filz rot und gelb, Schere, Heißkleber
Wie gehst Du vor?